Burg Battenberg

Südlich gegenüber dem Burgberg von Neuleiningen erheben sich 120 Meter über dem Leininger Tal die Ruinen der Burg Battenberg. Battenberg ist eine weniger bekannte Festung der Leininger Grafen, da nur geringe Überreste erhalten geblieben und von weiter sichtbar sind.
Die Burg Battenberg gehörte den Grafen Leiningen-Dagsburg, zeitweise wohnte hier Graf Karl Ludwig von Leiningen-Hardenburg. Das Schloß wird erst 1623 erstmals offiziell erwähnt, obwohl der Ort bereits seit 788 bekannt war. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde es durch die Franzosen zerstört, nachdem es bis 1767 noch als Residenz gedient hatte. Im großen Innenraum sind im Nordwesten und an der Ostmauer Reste besser erhalten. Das Untergeschoß eines sechseckigen Turms im Süden ist der Rest der ehemaligen Wehranlage. Am Nordende ist eine ehemalige starke Toranlage zu sehen. Die Südmauer sitzt auf festem Fels, während der Westbering erkennbar als breite Schildmauer angelegt war. Im nordwestlichen Winkel wurde später ein größeres Gebäude mit Halbwalmdach und einem Anbau angefügt. Die vermauerten Fensternischen der Nordseite deuten auf ein früheres Wohngebäude hin.
Die Ostseite zur Rheinebene wurde vermutlich von einem langgestreckten Wohnbau beherrscht. Das Untergeschoß und ein großer gewölbter Keller sind erhalten. Am besten erhalten ist dort ein fünfeckiger Treppenturm, drei- bis viergeschoßig aus Bruchsteinen gebaut. Die Historiker rechnen ihn dem 16. oder 17. Jahrhundert zu.
Auf der Zufahrtsstraße zur Burg finden sich die für Naturfreunde hochinteressanten "Blitzröhren", ein sehenswertes Naturdenkmal (vererzte Sande mit eisenhaltigen Sinterröhren).
Geöffnet: Burganlage: täglich zugänglich