Wandern Dahn

Eine Runde im Dahner Felsenland Wandervorschlag von H.R. Wittner

Streckenlänge: Etwa 14 km
Steigungen insgesamt etwa 450 m
Wegstrecke:Weißensteinerhof-Erlenbach-Sägmühle-Budelsteine-Bühlhof-Schindhard-
Busenberg-Drachenfels-Weißensteinerhof
Ausgangs- und Endpunkt: Parkplatz am Weißensteinerhof
Kartenempfehlung: Topographische Karte 1:25000 mit Wanderwegen Dahn und Umgebung mit elsäss. Grenzgebiet
Wanderzeit zwischen 3,5 und 4 Stunden
Einkehrmöglichkeiten: diverse auf der Strecke

Eine Wanderung durch das romantische Dahner Felsenland ohne Steilanstiege. wer wünscht sich das nicht? Ausgangspunkt ist der Waldparkplatz 200 südlich vom Weißensteinerhof. Mit dem Auto verlässt man die B 427 beim Judenfriedhof östlich von Busenberg. Ein Wegweiser leitet zum Parkplatz. Wer besonders umweltfreundlich wandern will, kann aus den Richtungen Bad Bergzabern und Dahn anreisen. Die Busse halten bei Bedarf am Judenfriedhof.
Vom Waldparkplatz geht es zuerst mit dem gelben Strich in südliche Richtung und wo der Weg in geradeaus endet, wenden wir uns links hinunter in den Taleinschnitt und gelangen so in das Dörfchen Erlenbach bei Dahn. Den vor uns auf dem Bergkegel thronenden Berwartstein wollen wir nicht besuchen. Wir durchwandern das Dorf, wobei wir ab der Bushaltestelle in der Dorfmitte der Markierung blau-weiß folgen. Nach dem Friedhof geht es auf einem Pfad rechts oberhalb der Straße weiter. Nach den Fischteichen überqueren wir die B427 nach links versetzt.
Kurz darauf heißt es gleich zweimal aufpassen! Zum einen verläuft unsere Markierung kurz und steil links abwärts zur Straße, die wir bei der Sägmühle kreuzen. Hier in der Kurve in große Vorsicht angesagt, da die Straße an dieser Stelle unübersichtlich ist. Bei relativ sanfter bis leichter Steigung erfolgt der Anstieg zu de Budelsteinen. Da sich Forstwege und Pfade, aber auch die Richtung immer wieder abwechseln, ist dem Verlauf der Markierung besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Im Winterhalbjahr sehen wir das Felsmassiv der Budelsteine über uns aufragen, wenn wir dessen Fuß entlang wandern. Gleich darauf gehen wir links hinunter, überqueren schräg eine Freifläche und sind nach wenigen Minuten am gastlichen Bühlhof.
Jetzt wechseln wir wieder die Markierung und wandern mit gelb-rot ein Stückchen hinauf, um oben die große Wegspinne zu kreuzen. Es erfolgt ein Abstieg in das Bärenbrunner Tal. Bald nachdem wir die Bärenbrunner Mühle passiert haben, erreichen wir Schindhard. In der Ortsmitte, gehen wir mit dem gelben Strich nach links auf dem Bürgersteig der Busenberger Straße hinüber nach Busenberg. Hier wandern wir die Hauptstraße hinunter in die Ortsmitte, gehen rechts über den Lindenplatz und beim ehemaligen dürkheimischen Amtshaus rechts durch die Talstraße weiter. Jetzt steigt unser Pfad nochmals an zur Ruine Drachenfels. Nach dem Abstieg liegen kurz nacheinander zwei gastliche Stätten, die Drachenfelshütte des PWV Busenberg und der Weißensteinerhof. Hier rechts ab und nach 200 Metern sind wir wieder am Parkplatz.

Waldwooge zwischen Hinterweidenthal und Dahn
Wandervorschlag von K.H. Himmler

Streckenlänge: Ca. 13 km vom Bahnhof Hinterweidenthal aus
Steigungen: ca. 220m
Kartenempfehlung: Topographische Karte 1:25000 Hauenstein
Einkehrmöglichkeiten: Unterwegs keine; Schlussrast in Hinterweidenthal mehrere Möglichkeiten

Vom hoch auf einem Damm gelegenen Bahnhof Hinterweidenthal aus führt ein Treppenweg zur Bundesstraße 10. Dorfeinwärts orientieren wir uns an der Verkehrsampel, folgen rechts der B427 uns örtlichen Hauptstraße über einen schienengleichen Bahnübergang. Danach biegen wir links in die ( mit gelbem Punkt markierte) Wartbachstraße ein, steigen gegenüber dem Haus Nr. 7 über Treppen in den Wald am Hang des Kleinen Mühlenbergs auf. der gelbe Punkt, hilfsweise das Westpfalzwanderwegesystem (bis zur ersten Anhöhe die 7, dann auch21) werden uns fast eine Stunde lang bis nach dem Schwarzmühlwoog Lotse sein.
Der Pfad steigt stetig, aber bequem an, mündet am halben Hang in einen Fahrweg ein, setzt sich im Sattel zwischen dem Großen und Kleinen Mühlberg links fort, erreicht und überquert nach 35 Minuten Gesamtgehzeit die von einem quer laufenden Fahrweg fast voll beanspruchte schmale Kammhöhe. Mit jedem Schritt, den wir jenseits absteigen, verschwindet rasch der Geräuschpegel der B 10. Wie schon im Anstieg gibt der aufgelockerte Buchenwald schöne Talblicke frei. Eine Viertelstunde bergab kommt zum Zwitschern der Vögel das Rauschen eines Baches. Er entspringt dem Gesundheitsbrunnen, entsendet sein Wasser in einen Teich, versickert dann wieder. Wir folgen seiner Fließrichtung, erreichen 5 Minuten später die breite und flache Sohle des Mühlenbachtals. Dort, nach links kommen wir am langgezogenen Schwarzmühlwoog vorbei. Ein 800 m langer, nasser fast baumfreier Streifen schließt sich an. Erst an seinem Ende haben wir Gelegenheit, die Talsohle zu wechseln und nutzen sie auf trockenem Dammweg.
Von jetzt ab ohne Markierungshilfe beschreiben wir auf dem breiten Weg einen Rechtsbogen, gehen auf diese Weise etwa zwei Minuten gegen die bisherige Richtung, treffen dann auf einen als Reitwanderweg gekennzeichneten Fahrweg, gehen mit ihm nach links in eine Talmulde, die sich zwischen Sandbuckel und Kleinem Schweinespieß ausgebildet hat. Weiße Hinweise zeigen in die Richtung, aus der wir gekommen sind. Wo sich der Fichtenbestand lichtet, verzweigt sich der Weg. Wir halten uns links, es geht hier bergauf. Nach einer Linkskehre treffen wir zehn Minuten, nachdem wir den gelben Punkt verlassen haben- auf die Markierung gelb-roter Strich, folgen ihr in leichtem Endanstieg nach rechts. In der folgenden S-Kurve verabschiedet sich gelb-rot nach links, wir folgen dem geradeaus führenden bisherigen eben verlaufenden Hauptweg, der im weiteren Verlauf mit einem Hinweisschild auf den schwarzen Mühlenwoog gekennzeichnet ist. Aber schon 4 Minuten später zweigt bei der nächsten Möglichkeit der Weg dorthin mit der 8 nach rechts ab. Wir durchschreiten einen aus dem Felsen gehauenen Durchlass in Rohrwoogtal.
Der Weg fällt leicht bergab, wird asphaltiert, dann zur superbreiten Strasse. Schnell merkt man weshalb: wir sind in einem ehemaligen Militärgelände mit Lagerbunkern. Bei Verzweigungen folgen wir immer der Sohle des breiten Tales. Wo sich knapp 25 Minuten nach dem erwähnten Durchlass bei einer knorrigen Eiche die Fahrbahn gabelt, gehen wir einem Hinweis zum Rohrwoog folgend rechts an diesem Baum vorbei. Schon begleiten uns der Oberlauf des Seebachs, gleich darauf ein Buchenwald- morastiges Paradies für Vögel und Amphibien. Fünf Minuten nach der Gabelung beginnt mit dem Hohlwoog eine Kette von Weihern, deren größter an seinem Auslauf mit Rohrwoog beschriftet ist. Inzwischen ist von links der Markierungsverlauf 8 herunter gekommen. In seinem Geleit wechseln wir auf dem Woogdamm die Talseite, haben drüben bei der morschen Bank den umseitigen Fotografenblick, gehen nach links, am Ufer des folgenden Badeweihers, dann der Anlage des Angelsportvereins entlang talauswärts weiter.
Wo sich der Wald öffnet, beschreiben wir einen weiten Linksbogen, treffen jenseits der Wiese am Waldrand auf einen mit der 4 markierten Fahrweg, gehen am Fuß des vom örtlichen Umsetzer überragten "Gockenhorns" nach links, an einem Waldspielplatz vorbei, dem jenseits der B 427 hoch aus dem Wieslautertal aufragenden Heufels entgegen. Hundert Meter vor der Bundesstraße verweisen uns die 4 und 7 in kurzem Anstieg waldeinwärts nach rechts. Bei der gleich folgenden erneuten Gabelung nehmen wir den linken Weg, am Rand der Bundesstraße im Geleit der 7 mit Blick schon auf Hinterweidenthal, den sie knapp im Wald fast unmittelbar begleitendem Pfad und kommen nach der Sängerhalle wieder in die vom frei gestellten Rappenfelsen bekrönte Dorfmitte.

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