Burg Elmstein

Burg Elmstein liegt im Elmsteiner Tal am weitesten talaufwärts und schließt die Burgenkette aus Spangenberg, Erfenstein und Breitenstein ab. Alle vier sind Grenzburgen, die Territorien mit bedeutenden Waldbesitzungen gegeneinander abgrenzen: die des Fürstbistums Speyer, der Grafen von Leiningen und von KurpfaIz. Burg Elmstein zählt zu den ältesten Besitzen der rheinischen Pfalzgrafen, ihre Gründung fällt ins 12. Jahrhundert.
Der Name Elmstein bedeutet Sitz des Albo. Die erste bekannte Urkunde (1212) ist auf einen Ritter mit dem Titel "Schenk von Elbstein" ausgestellt. Die Siedlung am Fuß des Burgfelsens erhielt denselben Namen.
Im Bauernkrieg 1525 wurde die Burg von Elsässer Bauern erstürmt. Wie und ob sie den 30jährigen Krieg Überstand, ist nirgendwo urkundlich belegt. Bekannt ist, daß verschiedentlich die Kurfürsten von der Pfalz auf Elmstein weilten, um in den dortigen Wäldern zu jagen. Burg Elmsteins Ende kam 1688/89 im Pfälzischen Erbfolgekrieg.
An ursprünglicher Bausubstanz ist wenig erhalten. Ein Großteil der Schildmauer ist geblieben. Aus den Balkenlöchem an ihrer Innenseite geht hervor, dass sich in ihrem Schutze ein mindestens vierstöckiges Herrenhaus anlehnte. Völlig verschwunden ist die ehemalige Unterburg, weil sich auf dem Burggelände nach der Zerstörung Elmsteiner Bürger niederließen. Heute befindet sich die Ruine in Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden, es sei denn, man bittet die Eigentümerin darum.