Wandern bei Fischbach/Eppenbrunn

Zum Waldhaus „Hohe List“ und zum „Zigeunerfels“
Wandervorschlag von Werner F. Dexheimer

Naturpark-Parkplatz „Eselssteige“ – Waldhaus „Hohe List“ – Zigeunerfels – Reitersprung – Hohe List – Parkplatz
Streckenlänge: ca. 7,5 km
Höhenunterschied: ca. 60 m
PWV-Markierung „grĂĽnes Kreuz“ und Naturpark-Rundwegemarkierung Nr. 3
Karte 1:25000 des Landesvermessungsamtes Rheinland-Pfalz mit Wanderwegen, Blatt: Primasens und Umgebung mit lothr./elsäss. Grenzgebiet, 2. Auflage 1990
Einkehrmöglichkeiten: Waldhaus „Hohe List“ (geöffnet: Sa 14-18 Uhr, So u. Feiertage 10-18 Uhr, Mitte Juni bis Mitte September auch Mi. ab 14 Uhr).
Der Naturpark-Parkplatz „Eselssteige“, 5 km östlich von Eppenbrunn, an der LandesstraĂźe 478 nach Fischbach gelegen, ist der Ausgangspunkt der nachfolgend beschriebenen Wanderung. Ein am Parkplatz befindlicher so bezeichneter „Ritterstein“ weist auf die hier von SĂĽd nach Nord durch den ganzen Pfälzerwald bis zum Donnersberg verlaufende Wasserscheide Rhein Model hin. In seinem BĂĽchlein „Rittersteine im Pfälzerwald“ fĂĽhrt Walter Eitelmann dazu aus: ...“durch geologische Vorgänge, tektonische Ereignisse wie Aufbiegungen, Verwerfungen und Wellungen der Erdoberfläche hat sich im Laufe der Zeit im Pfälzerwald eine Wasserscheide gebildet. Sie verläuft, beginnend im SĂĽden, vom Erlenkopf in nördlicher Richtung ĂĽber Hohelist – Ruppertsfels – vorbei an Kaltenbach ĂĽber den WeiĂźenberg bis hin zum Eschkopf. Dann verfolgt sie von Johanniskreuz, das auf dem Scheitel der Wasserscheide liegt, immer weiter nach Norden, die Richtung ĂĽber Heiligenberg bei Hochspeyer bis hin zum Donnersberg.
Ă–stlich dieser Hauptwasserscheide flieĂźen die Sauer, die Wieslauter, der Otterbach, der Erlenbach, der Klingbach, der Kaiserbach, die Queich, der Hainbach, der Modenbach, der Triefenbach, der Speyerbach, der Hochspeyerbach, die Isenach, der Eckbach, die Eis und die Pfrimm in Westostrichtung dem Rhein zu. Westlich der Hauptwasserscheide flieĂźt der Schwarzbach auf seinem Weg von seinen QuellflĂĽsschen Hornbach, Rodalb und Moosalb verstärkt, in die Blies. Dann finden die in der Blies vereinten Gewässer auf langem Weg ĂĽber die Saar zur Mosel und endlich auch zum Rhein. Dann folgt die Waldlauter mit den ZuflĂĽssen Lauter, Eselsbach, Otterbach und Mooslauter, die ĂĽber den Glan und die Nahe auch dem Rhein zustreben. Weiter im Norden, westlich der Wasserscheide, entspringt dann die Alsenz, die sich in die Nahe ergieĂźt, um am Ende auch in den Rhein zu gelangen....“. Nach diesem kurzen, heimatkundlichen Exkurs beginnen wir unsere Wanderung, die uns, gefĂĽhrt vom „grĂĽnen Kreuz“ in den schattigen Buchen- und Eichenmischwald eintreten lässt. Der Weg schlängelt sich dem natĂĽrlichen Verlauf des Geländes folgend, durch herrliche Waldbestände und bringt uns nach etwa 1,5 km auf den oben bereits erwähnten Höhenzug „Hohelist-Ruppertsfels“ zum Waldhaus „Hohe List“, einem ehemaligen Forstdienstgebäude, das heute als Wanderheim des Pfälzerwald-Vereins bewirtschaftet wird. Erbaut im Jahre 1833 kann es auf eine wechselvolle Geschichte zurĂĽckblicken. Auf diese einzugehen wĂĽrde den Rahmen dieser Wanderbeschreibung sprengen. FĂĽr den interessierten ist eine Veröffentlichung von Rupprecht AnschĂĽtz aus dem Jahre 1876 anzufĂĽhren, in der die „Ereignisse und Gedanken um das Waldhaus Hohe List“ zusammengetragen hat. Vom Waldhaus folgen wir dem auf dem Höhenzug verlaufenden Forstweg in westlicher Richtung, geleitet von der Rundwegemarkierung Nr. 3 des Naturparks, bis wir nach etwa 2,5 km mitten im schattigen Wald an eine imposante Felsformation aus Buntsandstein gelangen, den so bezeichneten „Zigeunerfels“. Nach geruhsamer Rast nehmen wir den RĂĽckweg auf, der uns auf seiner ganzen Länge von der bekannten Rundwegemarkierung Nr. 3 vorgegeben wird. Eine weitere interessante Felsgruppe, der Reitersprung, eröffnet uns schon bald einen imponierenden Rundblick ĂĽber das umgebende geschlossene Waldgebiet. Auf unserem weiteren Weg passieren wir nochmals das Waldhaus Hohe List, das sich geradezu zur zĂĽnftigen Schlusseinkehr (man beachte die Ă–ffnungszeiten) anbietet. Nach ausgiebiger Stärkung sind es dann noch etwa 1,5 km bis zu unserem Ausgangspunkt, dem Parkplatz Eselssteige, zu dem wir durch die Markierung Nr. 3 sicher gefĂĽhrt werden.

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