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Stiftung Simonshof

Familie Sulzer gründet die “Stiftung Simonshof” im südpfälzischen Gleisweiler
Im Gedenken an Friedrich Sulzer
Adresse: Hauptstraße 7, 76835 Gleisweiler, Tel. 06345/7483

Öffnungszeiten: Freitag u. Samstags, 14 bis 18 Uhr, für Gruppen nach telefonischer Vereinbarung.
Sonderausstellung Dezember 2001 bis Januar 2002 “Stühle – Klassiker des 20. Jahrhunderts” aus dem Stuhlmuseum Burg Beverungen. Gezeigt werden Stühle und Sessel von Alvar Aalto, Marcel Breuer, Hugo Häring, El Lisitzky, Hannes Meyer, Ludwig Mies von der Rohe, Heinz Rasch, Gerrit Rutveld, Mart Stam und Giuseppe Terragnie.
Prof. Heinrich Benedikt Fleischbein (Professor der Theologie in Heidelberg) vermachte 1787seinem südpfälzischen Geburtsort Gleisweiler eine Stiftung. Der Zweck der Stiftung Fleischbein war vor allem die finanzielle Unterstützung von “armen Knaben und Mädchen bis zur Beendigung der Lehrzeit”.
Im Jahre 1763 ließ der damalige Schultheiß von Gleisweiler Simon Fischbein ein stattliches Wohnhaus mit einem hohen Torbogen errichten. Das in der Hauptstraße 7 entstandene Anwesen nennt man bis heute noch nach seinem Erbauer “Simonshof”. Nachdem im Jahre 1909 der Großvater des heutigen Stiftungsgründers, der Heidelberger Weinhändler Karl Ueberle das Anwesen erwarb, hatte es schon eine geschichtsträchtige Vergangenheit hinter sich. Es diente als Weinlager, beherbergte über Generationen hinweg eine Gaststätte und war den unterschiedlichsten Menschen ein Heim.
Die Fotojournalistin Erika Sulzer-Kleinemeier und der Architekt Prof. Peter Sulzer wurden im Jahre 1973 Eigentümer des “Simonshof”, das damals eine unbewohnbare Ruine mit defektem Dach war, nachdem es zuvor 15 Jahre lang leer gestanden hatte.
Mit ihren beiden kleinen Söhnen wohnte die Familie Sulzer erst einmal in einer Pension, da es im Haus kein Wasser gab. Mit sehr viel Eigenleistung wurde das Haus dann nach und nach, Zimmer für Zimmer wieder aufgebaut. Fast 30 Jahre lang später ist den Sulzers die Erinnerung an das seinerzeit “praktisch unbeheizbare” Haus noch immer gegenwärtig. Zehn Jahre lang dauerten die Umbau- und Renovierungsarbeiten. Seit fünf Jahren wird der “Simonshof” nur noch beruflich genutzt: als Fotolabor und Archiv für Erika Sulzer-Kleinemeier und bis vor kurzem beherbergte er das Architektenbüro von Peter Sulzer.
In Erinnerung an den sehr plötzlich mit nur 37 Jahren verstorbenen Sohn der Familie Friedrich Sulzer (1962-2000) hat sich die Familie Sulzer entschlossen, ihr Anwesen und ihr Vermögen in die Stiftung “Simonshof” einzubringen.
Diese wird nun die Erinnerung wach halten an den Schreiner, Designer und Fachautor Friedrich Sulzer.
Die gemeinnützige Stiftung dient der Förderung von Bildung, Kunst und Kultur sowie der deutsch-französischen Zusammenarbeit.
Jetzt soll das frühere Familienheim zum Museum werden und Ausstellungszwecken dienen.
Die Stiftung Simonshof ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts (Vorstand: Erika Sulzer-Kleinemeier, Peter Sulzer). Sie bietet Ausstellungen, Seminare und Workshops.