Wandern in Hauenstein

Vom Teufelstisch über die Teufelsschmiede zum Gesundheitsbrunnen

Wandervorschlag von Walter Eitelmann

Wegstrecke: Hinterweidenthal-Handschuh-Kopf-Teufelstisch-Teufelsschmiede-Etsch-Berg-Windelstal-Heufels-Seebachtal-Schwarzer Mühlwoog-Mühlenbachtal-Gesundheitsbrunnen-Hinterweidenthal.
Wanderkarte: Hauenstein und Umgebung 1:25 000
Weglänge: ca. 16 km. Einige Steigungen
Wanderzeit: Reine Gehzeit 4-5 Stunden

Ab Bahnhof Hinterweidenthal wandern wir zunächst mit dem Wegzeichen gelbe Scheibe hinauf zu der Wegespinne im Sattel zwischen dem Handschuhkopf und dem Teufelstisch.
Wer den Handschuhkopf noch nicht kennt, sollte ihn jetzt auf dem schattigen, allerdings stetig ansteigenden Waldpfad links herum im Uhrzeigersinn erwandern. Vorbei an interessanten Buntsandsteinfelsen hinauf zu einer Aussichtsterrasse mit Blick auf Hinterweidenthal. Einschließlich einer Rast auf dem 323 Meter hohen Gipfel ist man nach ca. 30-45 Minuten wieder unten am Ausgangspunkt im Sattel und sieht das nächste Ziel, den Teufelstisch, schon verlockend oben stehen. An dem gewaltigen Sandsteintisch soll der Teufel sein Frühstück eingenommen haben und beim Weiterflug seinen Blumenstrauß auf dem Tisch vergessen haben. Er steht in Form eines kleinen Bäumchens heute noch.
Wir bleiben jetzt auf der Kammhöhe und kommen auf dem Rundwanderweg Nr. 12 im Kreis nach kurzem Anstieg an ein interessantes Felsgebilde, die Teufelsschmiede genannt. Immer geradeaus führt uns die 12 etwa 3 Kilometer über den Etschbergkamm bis zur “Schönen Aussicht” mit Ruhebänken.
Nun folgen wir der 12 zunächst noch auf dem Fahrweg und kurze Zeit später nach Links auf einem Waldpfad stets abwärts in das Windelstal. An den ersten Häusern und Sportplätzen von Hinterweidenthal-Süd vorbei, kommen wir in die Nähe der Gaststätte “Zum Heufelsen”, In den Birken 27, die einzige Einkehrmöglichkeit auf unserer Wanderung. Mittwoch Ruhetag.
Unser Wandergebiet wird nun durch das Wieslautertal halbiert. Ab dem Heufelsen führt ein kleiner Weg ohne Markierung mit einer Brücke über die Wieslauter und dann über die fast nicht mehr benutzte Bahnstrecke bis zur Bundesstraße 427, die wir vorsichtig überqueren. Wir folgen nun geradeaus, zunächst noch ohne Wegzeichen, dem Waldweg in das Seebachtal hinein. Kurz vor dem Freibad überqueren wir die Wiese und finden an der Schutzhütte das Wegzeichen Rundwanderweg Nr. 8 im Kreis.
Wir vertrauen uns nun der 8 an, die uns etwa 3 Kilimeter weiter bis an den Waldweiher Schwarzer Mühlwoog bringt.
Ab hier wechseln wir die Markierung und folgen der gelben Scheibe das Mühlen-Bach-Tal abwürts und nach ca. 700 Metern rechts leicht aufwährt bis zum munter fließenden Gesundheitsbrunnen.
Nach einer kurzen erfrischenden Rast schaffen wir leicht auch noch den Rest der Wanderung, mit der gelben Scheibe vorbei am Weisel-Berg in den Mühlenbergsattel und hinunter zu unserem ausgeschilderten Ausgangsort Hinterweidenthal.

Für glückliche Heimkehr Wandervorschlag von Karl Heinz Himmler

Entfernung: ca. 11 km (durchgängige Markierung 11,9 km)
Steigungen: ca. 310 Meter (200 Meter)
 

Der Luftkurort Hauenstein rühmt sich mit Recht, über hundert Kilometer Wanderweg zu verfügen. Elf der schönsten davon lassen sich wie folgt gestalten:
Ausgangspunkt ist der Parkplatz Farrenwiese am Ende der Dahner Straße im Südwesten der 5000-Seelen-Gemeinde, die sich im letzten Jahrhundert zu einem Zentrum der Schuhfabrikation mit damals 60 Betrieben entwickelt hatte, von denen heute nur vier noch übrig geblieben sind. Die Arbeitskräfte kamen in der Blütezeit auch aus der Umgebung. Die kürzeste Verbindung zum Nachbardorf Erfweiler nennt man deshalb heute “Alter Schuhfabrik-Arbeiterweg”, wo er bei der Himmelspforte die Höhe überwindet, stand seit alters her eine Kapelle, die 1948/49 unter der Leitung des Erfweiler Pfarrers als Winterkirchel neu aufgebaut und von Bischof Dr. Wendel für glückliche Heimkehr aus dem Krieg geweiht worden ist. Dorthin sind es vom Parkplatz aus (gleich nach dem Eintritt in den Wald, links hoch auf angenehmen Pfad) mit der Lokalmarkierung 11 dreiviertel Stunden.
Nach einer weiteren Viertelstunde treffen wir im nächsten Bergsattel auf die über 600 Jahre alte Dicke Eiche. Sie ist laut Schild 27 Meter hoch und hat in Brusthöhe einen Umfang von 6,06 Metern.
Fünf Minuten nach links und nicht zu verfehlen das (Hauensteiner) Wanderheim Dicke Eiche (samstags, sonntags und an Feiertagen, ab Mai bis Herbst auch mittwochs offen). Zwischen dem alten Köhlerplatz bei der Dicken Eiche und dem Wanderheim verläuft die Gemarkungsgrenze Erfweiler-Hauenstein. Das Wanderheim, 1991 erweitert, zählt zu den am stärksten frequentierten Wanderstützpunkten der Pfalz.
In der eingeschlagenen Richtung mit der Elf weiter, werden wir schon nach wenigen Minuten bergab verwieden. Nach dem Wolfsfels, dem obersten der Felstürme im hinteren Stephanstal, von denen der Große und der Kleine Stephansturm die bedeutendsten Kletterfelsen sind, gelangen wir in einen Sattel mit Wegkreuzung. Nach links führt der kürzeste Weg zurück, unsere Elf verweist uns nach rechts in den Talgrund. Achten wir im Sattel bei der Orientierung aber auch auf die Vertiefung im Bodenfels: Sie wird Hasenteller genannt. 25 Minuten später, im Angesicht des Schwimmbads, haben wir die Wahl: Entweder bequem weiter nach Hauenstein hinaus – oder mit der Markierung P = Panoramaweg nach links zunächst ins Weidentälchen und am Ende der Waldwiese im Rechtsbogen zum Lanzenfahrtfelsen hinauf. Er kann über 46 Eisensprossen erklommen werden, ist durch einen Zaun gesichert und gibt den Blick frei über den Ort und auf de gegenüberliegenden Backelstein.
Am Felsen vorbei zum nächstoberen Fahrweg und dort 500 Meter nach rechts zweigt unser Heinweg rechts talwärts ab. Fast unten kommen wir an der Kulisse des Burghalderfelsens vorbei und wenden uns unmittelbar am Waldrand nach links. Zum Wagen sind es noch ein paar Minuten.

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