Burg Berwartstein

BerwartsteinBurg Berwartstein
Eine Felsenburg die auf dem gleichnamigen Felsen erbaut wurde, die in ihrer heutigen Gestalt der Inbegriff einer mittelalterlichen Ritterburg ist. Sie wurde unter geschickter Ausnutzung des anstehend Felsens erbaut, der bis in das oberste Stockwerk reicht. Besonders bemerkenswert ist der Burgbrunnen der in einer konstanten Breite von 2m, 104 m tief bis in Tal durch den Fels geschlagen wurde.Auf dem südlich gegenüberliegenden Bergsprorn des Nestelberges finden sich die Ruinen des Felseneingang der BerwartsteinVorwerks Kleinfrankreich von 1484. Der Berwartstein entstand im 12. Jahrhundert als Reichsburg und wurde 1152 von Kaiser Barbarossa des Bischöfen von Speyer gegeben, deren Lehensnehmer von1201 bis 1345 die Ritter von Berwartstein waren. 1314 wurde er wegen Raubrittertums durch die Städte Straßburg und Hagenau zerstört. Nach den Herren von Weingarten und den Eckebrechten von Dürkheim kam die Burg in den Besitz der Abtei Weißenburg. 1480 wird Hans von Drott (im Volksmund Hans Trapp) durch Kurfürst Phillip II widerrechtlich mit ihr belehnt. Hans Trapp entpuppte sich als Wegelagerer und Raubritter der sogar die Wieslauter stauen ließ um Weißenburg auszutrocknen. Er war sehr gefürchtet und wurde mit der Reichsacht belegt und für vogelfrei erklärt. Dennoch trieb er sein Unwesen bis zu seinem Tod 1503.
1591 wird die Burg durch einen Brand zerstört und ab 1893 teilweise wieder aufgebaut, sie ist heute die einzige bewohnte Burganlage der Pfalz.
Vorwerk KleinfrankreichGeöffnet März bis Oktober täglich (mehrmals Führungen) und von November bis Februar nur Samstags und Sonntags

Vorwerk Klein Frankreich
Entstehung: Im Jahre 1484 ließ Hans von Drott das bis ins 17. Jahrhundert gut erhaltene Vorwerk bauen.
Lage:Auf einem Absatz des Nestelfelsen. Beschreibung des baulichen Zustandes.
Das Vorwerk liegt ca. 260 Meter Luftlinie vom Berwartstein entfernt. Der Turm hat einen Durchmesser von 15 Metern bei einer Mauerstärke von 3,20 Metern. Das Mauerwerk besteht aus großen Steinquadern die teilweise Zangenlöcher aufweisen. In Erdgeschoss ist die Mauer mit drei Schießscharten durchbrochen, im ersten Stockwerk mit vier. Die Scharten waren geeignet für Hackenbüchsen und kleinere Geschütze. Auf der Dachplattform konnten Feldschlangen, langrohrige Kanonen, aufgestellt werden.
Der Turm war früher einmal mit einer Ringmauer umgeben, von der aber nur noch geringe Mauerreste an der Nordseite vorhanden sind. Zu dem Vorwerk gehörte auch ein eigener Brunnen, der Heute leider verfüllt ist.
Das Vorwerk gehörte immer zur Burg Berwartstein.