Burg Neuscharfeneck

Neuscharfeneck
Neuscharfeneck

Die Burgruine Neuscharfeneck liegt etwa 500 ü.M. undNeuscharfeneck
ist mit 150 Metern Länge und 60 Metern Breite eine der
größten Burganlagen.
Bau der Burg ca. 1232 durch Johann von Scharfenberg-Metze. Es ist unklar, ob die Burg als separater Sitz des Erbauers oder als Vorwerk zur 3 km entfernten Burg Altscharfeneck geplant war. 1363 - Die Burg wird zusammen mit Burg Altscharfeneck (siehe unten) der Kurpfalz zu Lehen aufgetragen.
Mitte 15. Jhdt. - Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz entscheidet sich für einen völligen Umbau der Burg, welcher sich bis 1469 hinzog. Bei diesem Umbau wurde die gewaltige Schildmauer errichtet, um die Burg für die Verteidigung gegen Feuerwaffen zu rüsten.
Im Bauernkrieg 1525 wird die Burg durch Brand zerstört und 1535 durch Friedrich von Löwenstein-Scharfeneck als wohnliches Schloss wiederaufgebaut
1633 - Völlige Zerstörung der Burg während des 30jährigen Kriegs.
Wegbeschreibung:
Zu erreichen ist die Burg von Landau/Pfalz aus über die B 10 in Richtung Annweiler am Trifels. Noch vor Annweiler biegt man in Richtung Albersweiler ab und fährt weiter über Dernbach und Ramberg. Oder Sie fahren, von Neustadt/Weinstraße herkommend, in Richtung Landau durch Edesheim und von dort aus weiter nach Ramberg. Kurz vor Ramberg geht es hinauf in den Wald. Etwa 4 km bergaufwärts befindet sich der Parkplatz “Drei Buchen” bzw. “Ramberger Waldhaus”.
Die Ruine Neuscharfeneck ist nur zu Fuß erreichbar. Vom Parkplatz aus führt der Weg in Richtung Landauer Hütte und Neuscharfeneck ca. 3 km schwach ansteigend durch den Wald und ist gut ausgeschildert. In etwa 45 Minuten ist man am Ziel, ohne aus der Puste zu geraten. Nach weiteren 15 Minuten Fußweg kommen Sie zur Landauer Hütte

Alt-Scharfeneck bei Frankweiler  ist eine Gründung des Ministerialengeschlechts von Scharfenberg. Sie erfolgte möglicherweise im Auftrag Kaiser Friedrich I. im ausgehenden 12.Jh. Das Geschlecht der Scharfenberger, das auf der gleichnamigen Burg Scharfenberg (Münz) saß, nannte sich in der Folge abwechselnd “von Scharfeneck” oder “von Scharfenberg”, so daß eine genaue Zuordnung von Familienmitgliedern zu der Burg schwierig ist.
Eindeutig zuzuordnen ist jedoch Heinrich I., der Alte, von Scharfenberg-Scharfeneck, der Bruder jenes Konrad von Scharfenberg, der als Bischof von Speyer und von Metz sowie als Hofkanzler dreier deutsch-römischer Herrscher die herrausragendste Persönlichkeit aus diesem Hause ist. Ebenso wie seinem Bruder wird auch ihm mitunter der Bau von Alt-Scharfeneck zugesprochen. Berthold der Bruder Heinrichs I., führt die Linie Scharfenberg weiter. Bertholds Söhne, beide mit dem Namen Heinrich, nannten sich jedoch nach Scharfeneck, wobei Heinrich II. die Hauptlinie auf der Burg weiterführte und sein Bruder eine Seitenlinie in Winden begründete. Mit dem Tod der Söhne Heinrich II. starb nach der Mtte des 13.Jh. der erste Scharfenecker Zweig aus. Bestimmend für die weitere Entwicklung war eine Tochter Heinrich I., wahrscheinlich Guda, die Johann von Metz heiratete. Das Geschlecht Scharfeneck-Metz blieb im Besitz der Burg bis zu seinem Aussterben im Jahr 1416. Schon im ersten Drittel des 13.Jh. wurde vom gleichen Geschlecht auf dem nahen Roßberg eine weitere Wehranlage gegründet,
Neu-Scharfeneck. Im Bauernkrieg wurde Alt-Scharfeneck zerstört.Es sind zugewucherte Reste von Mauerwerk erhalten.