Wandern Ranschbach

Wie kommt man auf den Roßberg (von Heinz. R. Wittner)

Ein Spaziergang für Pfadfinder und Geniesser

Streckenlänge: ca. 10km
Steigungen insgesamt etwa 230 m
Wegstrecke: Waldparkplatz Drei buchen - rund um den Roßberggipfel-Landauer Hütte-Neu-Scharfeneck- drei Buchen.
Anfangs- und Endpunkt: Waldparkplatz Drei Buchen
Wanderkarte: Topographische Karte 1:25000 Neustadt, Maikammer, Edenkoben, Landau
Wanderzeit etwa 2,5 Stunden.

Ja wie kommt man denn auf den Roßberg und wo liegt der überhaupt? Der Roßberg, mit 637 Höhenmetern einer der höchsten Gipfel des Pfälzerwaldes, ist in Wanderkreisen weitgehend unbekannt. Das liegt mit Sicherheit daran, dass er durch keinen markierten Wanderweg erschlossen ist. Wer es wagt, dennoch hinauf zu steigen, ist mit sich und der Natur allein.
Der Gipfel selbst ist auf Pfaden nicht zu erreichen und so lagern dort oben immer noch ein paar Flaschen 1959 er, die der legendäre Walter Assel einst da vergraben hat. Walter Assel, der in einer Sendung des Süddeutschen Rundfunks als "Weinvergraber aus Knöringen in der Pfalz" bezeichnet wurde, wollte diese Flaschen, zusammen mit dem früheren Regierungspräsident und Wandersmann Hans Keller und weiteren Freunden ausgraben und verkosten. Leider hat der Tod Hans Keller und später auch Walter Assel diesen Spaß verdorben.
Wer den Roßberg erkunden will, braucht Spürsinn. Doch der Aufstieg ist trotz fehlender Markierung kein Problem und er lohnt sich! Man sollte jedoch einen Tag mit guter Aussicht wählen.
Wir beginnen am besten am Waldparkplatz drei Buchen und steigen den mit weißem Strich und schwarzem Punkt markierten Weg in Richtung Neu-Scharfeneck hinauf (Süden). Wo rechts unter uns das Ramberger Waldhaus liegt, zweigt halb links ein unmarkierter Pfad ab, der uns kontinuierlich weiter ansteigen lässt. Den ersten Waldweg kreuzen wir im rechten Winkel, gehen etwa 50 m eine Schneise bergauf und dann rechts einen Pfad weiter. Man sieht ihm an, dass er von Menschen kaum noch begangen wird, jedoch umso öfter von Wildschweinen.
Wo er am nächsten Forstweg endet, biegen wir links ab und folgen dem leicht vergrasten Weg weiter. An einer Wegbiegung stoßen wir auf eine Waldlichtung mit einer neu errichteten Sitzgruppe. Nach Westen öffnet sich der Blick weit hinein in den Pfälzerwald. Am Horizont erkennen wir den Luitpoldturm und die beiden Fernmeldetürme auf dem Horterkopf und dem Langenberg. Direkt unter uns schauen wir in das Oberdorf von Ramberg, rechts darüber zur Ruine Ramberg und links oben zur Heilstätte Trifels. Oberhalb von Eußertal.
Wir gehen den grasigen Weg weiter, passieren zwei Hochsitze, geniessen immer wieder die Ausblicke in die Rheinebene und gelangen zu einer Weggabelung. Wir wählen den abwärts verlaufenden Zweig. Eine knappe Viertelstunde später mündet unser Weg in einer weiteren. Er ist mit blau-weiß markiert und nach einer weiteren Viertelstunde können wir uns an der Landauer Hütte erfrischen, es sei denn, es ist Wochenende. Ansonsten bleibt nur der Brunnen.
Vor dem Haus rechts (Westen) hinauf mit dem weißen Strich und schwarzem Punkt und nach zehn Minuten stehen wir vor der gewaltigen Schildmauer der einstigen Burg Neu-Scharfeneck. Der restliche Weg ist nur noch ein Klacks. In knapp vierzig Minuten auf einem Pfad mit nur geringen Höhenunterschieden erreichen wir wieder den Ausgangspunkt Drei Buchen.

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