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Walderlebnispfad

Am besten ausdrucken und mitnehmen.

Wald Erlebnispfad „Oppauer Haus“

Einleitung:
Dieser kleine Führer leitet Euch über den Wald Erlebnispfad. Zu jeder Station gibt es Erläuterungen und Hinweise. Am besten lest ihr sie durch, wenn ihr an einer Station angekommen sind.
Der bunte Schmetterling weist Euch den Weg auf dem Erlebnispfad !
Lasst Euch auf einer einstündigen Wanderung in die zauberhafte Welt des Waldes entführen. Festes Schuhwerk ist vorteilhaft, da der Weg über „Stock und Stein“ führt. Deshalb können Kinderwagen und Rollstühle leider nur von Station 4 bis 12 fahren.
Die Stationen entdeckt ihr leicht, denn sie sind mit Nummern von einem roten Eichenblatt umrahmt, versehen.
Entlang des Pfades findet ihr an verschiedenen typischen Bäumen des Pfälzer Waldes Nummerntäfelchen angebracht.
Jedoch sind die Nummern nicht immer in der korrekten Reihenfolge. Findet den Namen des Baumes heraus – am Pfadende gibt ´s die Auflösung.
Start: am Parkplatz unterhalb des Oppauer Hauses

Station 1: Baumgarten
Sucht hier drei verschiedene Baumarten und ertastet die Rinde mit geschlossenen Augen. Spürt ihr den Unterschied.
Merkt Euch die Nummern an den einzelnen Baumarten, das Rätsel wird am Ende des Pfades aufgelöst.

Die Kiefer
Im Pfälzer Wald die häufigste Baumart, die man an ihrem borkigen Stamm, der oben in die dünne kupferfarbene Spiegelrinde übergeht, leicht erkenne kann. Die jungen spitzen Nadeln sitzen zu zweien an einem Nadelkissen. Charakteristisch sind die kleinen Kiefernzapfen, die bis zur Reife zwei Jahre benötigen.

Worin unterscheiden sich die weiß gekennzeichneten Bäume von den übrigen ?
Sie haben im unteren Bereich keine Äste mehr! Der Förster markiert die besonders schönen geraden Nadelbäume. An diesen werden die unteren, meist dürren Äste dann mit der Säge entfernt. In dem Holz, das nach dieser Wertästung am Stamm zuwächst, sind keine Äste mehr. Es ist also astrein (daher der Ausdruck) und wird als Qualitätsholz verkauft, z.B. für Möbel, Türen oder Fenster. Damit man die geasteten Bäume sofort erkennt, werden sie markiert, meist mit weißer Farbe. Blieben die toten Äste am Baum, so würden sie ins Holz einwachsen und später an den Brettern schwarze Zonen ergeben oder sogar ganz herausfallen (sog. Durchfalläste).
Laubbäume verlieren ihre Äste normalerweise von selbst, so dass man sich dort die Wertästung ersparen kann.

Station 2: Wildtier-Weitsprung-Olympiade
Wer springt so weit wie Maus (70 cm), Baummarder (1,5 m), Hase (2m), Fuchs (3m), Wildschwein (4m), Reh (6m) oder Hirsch (9m)? Wer so weit springen kann wie der Hirsch, der hat einen neuen Weltrekord (für Menschen) aufgestellt.
Versucht die Tierspuren im Sand nachzuzeichnen.

Station 3 Gespenster-Moor
Vor euch liegt das Gespenster –Moor, das ihr so schnell ihr könnt überqueren müsst. Aber es gibt keine Brücke! Die Baumscheiben tragen euer Gewicht, so dass ihr auf Ihnen sicher das Moor überqueren könnt. Die quer liegenden Stämme markieren Beginn und Ende des Moors.
Legt je zwei Baumscheiben nebeneinander, so dass sich zwei Reihen ergeben. Jeder stellt sich auf eine Baumscheibe, wobei die hinterste jeweils frei bleibt.
Auf geht’s ! Nun überquert jede Gruppe so schnell es geht das Moor, indem die hinterste Scheibe vorgereicht und vor die erste gelegt wird, dann geht jeder eine Scheibe weiter usw.
Vorsicht ! Wer mit den Händen oder Füßen das Moor betritt, muss an die Moorgespenster zwei Strafsekunden zahlen ! Welche Gruppe schafft es am schnellsten (inkl. Strafsekunden) ?
Legt bitte die Scheiben wieder nach vorne auf den Aufbewahrungsblock ! Nehmt keine Scheiben weg, die nachfolgenden Gruppen werden es euch danken.

Station 4: Balanceakt
Die Wildkatze ist ein scheues Waldtier. In den Baumwipfeln kann sie sich hervorragend bewegen, denn sie ist ein Kletter- und Balancierkünstler. Den Schwanz nimmt sie zum Gleichgewichtsausgleich, und mit den Krallen kann sie sich, wenn´s brenzlig wird am Stamm festhalten.
Stellt Euch vor, dieser Baumstamm wäre ein Ast in luftiger Höhe. Der Größenvergleich Ast-Katzenpfote entspricht dem Verhältnis Baumstamm-eure Schuhgröße. Nun lauft auf dem „Ast“, auf zwei Beinen, auf allen Vieren, auf einem Bein, schnell, langsam usw.

Würdet ihr als Wildkatze herunterfallen ?
Aber der Stamm hat noch mehr zu bieten:
Baumtelefon
Legt ein Ohr auf den stamm. Dann kratzt einer an der Stirnseite des Stammes mit den Fingernägeln oder klopft.
Nun hebt den Kopf. Merkt ihr den Unterschied ?
So funktioniert die „Alarmanlage“ des Spechtes: Das Holz überträgt den Schall so gut, dass der Specht sofort gewarnt wird, wenn ein Marder den Stamm hochklettert. Die Musik macht sich diese Eigenschaft ebenfalls zu Nutze: Holzinstrumente haben einen herrlichen Klang.

Station 5: Wurzelwerk bei der Eiche
Stellt euch unter die eiche hinter dem „Weißen Stein“, und zwar genau unter den Kronen Rand. Bis hierher reichen auch die Wurzeln des Baumes, denn die Wurzeln sind das Spiegelbild der Krone !

Station 6: Wald Orchester
Das Wald-Xylophon, die Triangel und die Trommel bilden zusammen mit dem Gesang der Waldvögel und den Geräuschen des Waldes ein wunderbares Orchester. Probiert es aus und komponiert eure Wald-Sinfonie !
Was seht ihr, wenn ihr durch die Triangel schaut.

Station 7: Wie sieht es im Wohnzimmer des Spechts aus ?
Der Specht braucht viele Tage, um solch eine Höhle aus dem Stamm zu meißeln.
Wenn die kleinen Spechte aus der Höhle ausgezogen sind, wer wird dann Nachmieter ? (Hohltaube, Fledermaus, Siebenschläfer...)

Station 8: Baumkalender
In jedem Jahr wächst der Baum nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Breite:
Jedes Jahr kommt ein Jahrring hinzu. Was hat dieser Baum alles schon erlebt ?
Zählt die Jahresringe von innen nach außen: Wie dick war der Baum, als er so alt war wie ihr (Oma, Opa, Mama, Papa) ?

Station 9: Wie hoch bist Du, Lärchenbaum ?
Nehmt einen geraden Ast, der so lang wie euer ausgestreckter Arm ist. Haltet ihn senkrecht am ausgestreckten Arm. Geht nun so lange rückwärts, bis der Baum optisch genau so groß ist, wie der Ast. Ihr seid nun genau so weit vom Baum weg wie der Baum hoch ist.
Oder anders ausgedrückt: Würde der Baum nun umfallen, läge die Spitze genau vor euren Zehenspitzen.

Station 10: Trinkwasserspeicher
Der Waldboden säubert und filtert das Regenwasser. Es tritt dann als sauberes Wasser aus Quellen im Wald zu Tage. Eine solche Quelle wurde hier gefasst. Das saubere Wasser fließt von hier aus in unterirdischen Rohren nach Wachenheim.

Station 11:
Hier sind eure Ideen gefragt. Schreibt uns eure Vorschläge, wie ihr euch diese Station vorstellen könntet.

Station 12: Wer geht mit auf die Pirsch ?
Im Wald haben sich einige Tiere versteckt, die ihr als Jäger entdecken müsst.
Einer nach dem anderen pirscht ihr mit ca. 10 m Abstand den Pirschpfad entlang.
Welche Tiere entdeckt ihr ? Mit ihrem Fellkleid sind die Tiere optimal an die Lichtverhältnisse im Wald angepasst, so dass sie nur schwer zu finden sind. Ihr müsst schon genau spähen !
Natürlich muss jeder auch gaaaanz leise sein, um die Tiere nicht zu erschrecken und zu verjagen. Zeigt nicht auf die Tiere, um den nachfolgenden „Jägern“ keinen Hinweis zu geben!
Welcher Jäger hat die meisten entdeckt? (Es sind neun Wildtiere, die im Pfälzer Wald vorkommen: Hase, Dachs, Fuchs, Wildkatze, Schwarzspecht, Luchs, Wildschwein, Reh und Hirsch)

Station 13: Holzstoß umsetzen
Bildet zwei gleich große Gruppen. Welche Gruppe setzt den Holzstoß schneller im zweiten Gestell wieder auf ? Welches Verfahren dürfte besser sein: Kettebilden oder Laufen ?

Was ist ein Ster ?
1 Ster = 1 Raummeter = 1 Raumwürfel von 1 m Seitenlänge, mit Holz vollgesetzt
Es sind zwei verschiedene Holzarten in den Holzstößen: Buche und Birke (weiße Rinde)
Buchenholz ist hart, Birkenholz ist weicher, weil es schneller wächst.
Welches Holz ist leichter zu sägen ?
Welches Holz hat den besseren Brennwert ?
Von hier aus geht’s querfeldein, im Zickzack auf den Waldweg im Tal. Der bunte Schmetterling zeigt euch den Weg.
Sobald eure Gruppe auf dem Pfad im Tal angekommen ist, zählt nach, damit ihr niemanden verliert.
Zum Abschluss des Wald-Erlebnispfades erfahrt ihr die Auflösung der Baumarten, die mit Nummern versehen sind.
Ende des Pfades : wieder beim Parkplatz.

Dieser Walderlebnispfad ist ein Gemeinschaftsprojekt:

Forstamt Hassloch-Neustadt
Naturfreunde e.V.
Verbandsgemeinde Wachenheim
Stadt Wachenheim
Kurpfalzschule Wachenheim
Regionale Schule, Standort Wachenheim